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Neue Computer: Wirklich schneller, besser, leistungsfähiger?

 

In Büros und auch Zuhause überall auf der Welt kennt man das Spiel seit vielen Jahren. Der Computer, den man zum Surfen im Internet verwendet und gelegentlich ein paar Office-Anwendungen ausführen lässt wird nach einiger Zeit immer langsamer. Spätestens wenn es die eigene Arbeitsgeschwindigkeit zu sehr bremst wird ein neuer Rechner angeschafft.

Neuer Computer: tolle neue Superleistung

Der neue Computer verfügt dann oft über eine deutlich leistungsfähigere Grafikkarte, natürlich über neue und schnelle Prozessoren, mehr Hauptspeicher, größere Festplatte usw. Nachdem das Betriebssystem installiert ist kann man mit – im Vergleich zum alten Computer – atemberaubender Geschwindigkeit im Internet surfen und seine Office Anwendungen ausführen. Nach einigen Monaten allerdings beginnt der oben genannte Prozess, bei dem der neue Computer immer langsamer wird.

Bessere Computer für die selben Anwendungen?

Es ist auf den ersten Blick unverständlich, warum man für die Standard-Office-Anwendungen und den Webbrowser spätestens alle paar Jahre einen neuen Computer benötigt. Tatsache ist, dass in vielen Büros und bei den meisten Privatnutzern fast ausschließlich diese beiden Programmgruppen zum Einsatz kommen. Briefe und E-Mails schreiben, ein paar Tabellen bearbeiten und im Internet surfen sind die Anwendungen, die aus Nutzersicht über die letzten 15 bis 20 Jahre gleichgeblieben sind, jedoch alle paar Jahre neue Computerhardware verlangen.

Was sind die Gründe für immer höhere Systemanforderungen für Standardanwendungen?

Streng genommen sollten die Systemvoraussetzungen für Computer in Büros in den letzten Jahren sogar deutlich gefallen sein, da immer mehr Programme, die vorher als lokale Software genutzt wurden inzwischen im Webbrowser laufen und keine Software dafür mehr installiert werden muss. Aber das Gegenteil ist der Fall und Systemanforderungen von aktuellen Betriebssystemen und Standard Software, wie z.B. den weit verbreiteten Office-Paketen steigen immer weiter. Hier einige Gründe warum dies so ist:

  • Betriebssysteme sind Alleskönner, bei denen Software für die unterschiedlichsten Aufgaben automatisch installiert wird. Die Spanne reicht dabei von Sprachassistenten bis zu Landkarten von ganzen Kontinenten. Ob der Nutzer diese Dienste nutzt oder nicht spielt dabei keine Rolle.
  • Updates von Betriebssystem sind echte Speicherplatzfresser, da sie Sicherheitskopien alter Versionen des Betriebssystems archivieren und alle Updates ebenfalls nochmal abspeichern.
  • Office-Pakete haben sich zur Universalsoftware entwickelt. Das Programm, welches nur zum Schreiben von Texten gedacht war und bis heute von den meisten Anwenders so benutzt wird, verfügt über Komponenten zur Tabellenkalkulation, Bild- und Videobearbeitung, Datenbankanbindung und vielem mehr. Auch hier werden großzügig Ressourcen des Computers für Daten und Prozesse verwendet, die nur sehr wenige Nutzer verwenden.
  • Werbung und Datensammelei verbraucht ebenfalls Rechnerleistung und Speicherplatz. Schon beim Start des Rechners werden zahlreiche Dienste gestartet, die an verschiedene Softwarehersteller und andere Firmen Daten über den Computer, die verwendete Software und den Nutzer selbst versenden. Diese Dienste laufen die ganze Zeit im Hintergrund und verbrauchen Rechnerleistung.

 

Clevere Lösung für dieses Problem in Sicht?

Immer wieder hat es zahlreiche Lösungsvorschläge gegeben, wie sich das Anschaffen immer leistungsfähiger Rechner um gleichbleibende Programme zu nutzen vermeiden lässt. Natürlich kann man dies mit zusätzlicher Software, dem manuellen Löschen und deaktivieren von vielen Softwarekomponenten und einigen anderen Maßnahmen hinauszögern, vermeiden lässt es sich jedoch leider nicht.